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Fühlkino

Methodenbereich "Mit allen Sinnen lernen"
Von: Jonas Lanig

Im Klassenzimmer ist ein Parcours aufgebaut, dessen Verlauf durch leere Konservendosen oder Plastikeimer abgesteckt ist. Darin befinden sich Gegenstände oder Materialien mit besonderen haptischen Eigenschaften. Über die Dosen und Eimer ist jeweils eine undurchsichtige Folie gespannt. Durch einen Schlitz in der Folie können die Schüler hineingreifen und den Inhalt ertasten. Dazu erhalten Sie einen Beobachtungsbogen, auf dem sie ihre Eindrücke festhalten. Anschließend wird überprüft, ob die Schüler die ertasteten Gegenstände richtig zugeordnet haben.

Ein Beispiel aus dem Biologieunterricht: Auf alle Felle!

Für viele Kinder ist es längst nicht mehr selbstverständlich, regelmäßig ein Tier im Arm zu halten und diesem über das Fell zu streichen. Das gilt vor allem für Tiere, die ihren Lebensraum in Feld, Flur und Wald haben. Deshalb ist es für unsere Schüler keineswegs selbstverständlich, von einem ersten haptischen Eindruck auf das entsprechende Tier zu schließen. Weil sich im Klassenzimmer aber kein Streichelzoo einrichten lässt, sollen die Schüler wenigstens die Felle unterschiedlicher Tiere ertasten können. In jedem Plastikeimer befindet sich deshalb ein Fell, das unterschiedlich dicht, weich oder mächtig sein kann. Die Schüler halten dann jeweils auf einem Beobachtungsbogen fest, welches Tier sie mit welchem Fell in Verbindung bringen.