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Neu! "Starthilfe Inklusion" in der Reihe "Perspektive Lehramt"

Nicht nur für Referendare, Berufseinsteiger und junge Lehrkräfte ist Inklusion eine komplexe Aufgabe, die viele Fragen aufwirft: Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Zauberwort? Wie kann Inklusion umgesetzt werden? Was bedeutet das konkret für meinen Unterricht? Und wo bekomme ich Unterstützung?

Inklusion spielt eine immer wichtigere Rolle im Schulalltag. Bereits im Jahr 2006 haben die Vereinten Nationen in der Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland im Jahr 2007 unterschrieben und schließlich im Februar 2009 ratifiziert wurde, in Artikel 24 das Recht auf Bildung für Kinder mit Behinderung in einem inklusiven Bildungssystem gewährleistet.

Dennoch wird das Thema vonseiten der Politik nur sehr zögerlich angegangen, weswegen nicht zuletzt an Schulen und bei Lehrkräften Verunsicherung herrscht, wie nun mit diesem Thema umgegangen werden soll. Symptomatisch hierfür ist eine repräsentative Forsa-Umfrage vom April diesen Jahres, wonach 41 Prozent der befragten Lehrer ein inklusives Lernangebot als nicht sinnvoll erachten. Dass die Verunsicherung groß ist, zeigte auch der Fall Henri, der letztes Jahr bundesweit für Schlagzeilen sorgte, wie sich manch einer noch erinnern mag. Da ist es auch keine große Überraschung, dass das Thema "Inklusion" in der Lehrerausbildung ebenfalls nur stiefmütterlich behandelt wird, wie die jüngste Publikation des "Monitor Lehrerbildung" zeigt.

 

Den inklusiven Schulalltag meistern

Die neue Veröffentlichung der Reihe "Perspektive Lehramt" mit dem Titel "Starthilfe Inklusion" nimmt sich  des Themas Inklusion an und versucht, vor allem Referendaren und Berufseinsteigern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit dem sie den inklusiven Schulalltag gut bewältigen können.

Neben einem kurzen Abriss, was Inklusion bedeutet und wie sie sich abgrenzt z.B. zur Integration, vermittelt die Neuveröffentlichung auch einen Überblick darüber, wie das Schulsystem der Sonderpädagogik funktioniert(e) und wie die sonderpädagogischen Kollegen arbeiten, mit denen die Zusammenarbeit in inklusiven Klassen gelingen soll. Die Autorinnen geben zahlreiche Hinweise, an welche Stellen und Behörden man sich wenden muss, wenn man einmal Hilfe benötigen sollte.

Ein besonderes Augenmerk legt das Buch auf die Praxisnähe: Zahlreiche Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung, Methoden für das kooperative wie das individuelle Lernen sowie für den gemeinsamen Unterricht finden sich ebenso wie Tipps und Tricks zum Umgang mit den Schülern und den Eltern.

Das Buch ist nach Leitfragen gegliedert, was eine einfache Orientierung ermöglicht. Der Leser gewinnt sowohl einen guten Überblick über die Thematik, findet aber auch die Antwort auf konkrete Fragen. Eine umfangreiche Literaturliste rundet die Publikation ab.

 

Michaela Verena Schmidt / Petra Bohn: Starthilfe Inklusion. Praxiswissen und Methoden für den Schul- und Unterrichtsalltag (= Perspektive Lehramt). Stuttgart 2015.